Kinder- und Jugendhof Relsberg
Im Kinder- und Jugendhof Relsberg bietet das CJD Jugenddorf Wolfstein Hilfe zur Erziehung auf der gesetzlichen Grundlage der §§ 27, 34, 35a und 41 SGB VIII an.
Aufgenommen werden schulpflichtige Mädchen und Jungen im Aufnahmealter von 5 bis 15 Jahren, deren Familiensituation so belastet ist, dass erzieherische Hilfe sichergestellt werden muss. Es können auch jüngere bzw. ältere aufgenommen werden, wenn es sich z.B. um Geschwisterkinder handelt oder eine Abweichung vom Entwicklungsstand diagnostiziert ist. Der Kinderhof ist integriert in der Ortsgemeinde Relsberg, etwa 8 km entfernt von Wolfstein. Die Häuser befinden sich am Ortseingang der Gemeinde und sind umgeben von einem großen Freigelände, so dass für die Kinder und Jugendlichen auch außerhalb des Hauses Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten vorhanden sind.
Die Kinder und Jugendlichen besuchen die Kindertagesstätten und öffentlichen Schulen in der Umgebung. Alle Schularten einschließlich einer Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen, einer Schule mit dem Förderschwerpunkt ganzheitliche Entwicklung und eine Schwerpunktschule sind vorhanden. Mit einigen Schulen bestehen Kooperationsformen, so dass für viele Kinder mit besonderen emotionalen oder sozialen Entwicklungsproblemen individuelle, flexible Lösungen gefunden werden können.
Die tiergestützte Pädagogik ist wesentlicher Bestandteil des Konzepts. Tiergestützte Interventionen können im Bereich der Persönlichkeit und des Verhaltens komplexe Prozesse in der Entwicklung des Menschen hervorrufen. Tiergestützte Interventionen können in folgenden Bereichen der menschlichen Persönlichkeit eine positive Wirkung erzielen:
- Wahrnehmung
- Motorik und Körpergefühl
- Kognition
- Emotionalität
- Soziabilität
- Sprache und Kommunikation
Versorgende udd sozial-emotionale Zuständigkeiten übernehmen die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Kinder- und Jugendhofes. Die Herkunftsfamilie wird somit umfassend entlastet und dem Kind wird ein neues, therapeutisch wirkendes Lebensfeld angeboten. Die Beziehung zur Herkunftsfamilie ist in der Regel hochgradig gestört und ambivalent. Dennoch bleibt sie emotional ein wesentlicher Bezugspunkt. Demnach werden in Abstimmung mit dem Kind Rückkehrmöglichkeiten überprüft und angestrebt. Ist diese Perspektive nicht gegeben, wird nach Möglichkeit eine Einbindung in das Lebensumfeld angestrebt.
Weitere Ziele sind der Aufbau und die Stärkung der personalen und sozial-emotionalen Kompetenz der Kinder, die Entwicklung eines Verständnisses der individuellen Biografie mit ihren Traumata und Konflikten einerseits und den existierenden Fähigkeiten und Ressourcen andererseits, die Akzeptanz der eigenen Biografie mit den daraus resultierenden Grenzen und Möglichkeiten, die Entwicklung realistischer Lebensperspektiven, der Aufbau und die Verbesserung der Lern- und Entwicklungschancen.
In der sozialpädagogischen Konzeption wird eine Synthese von Erziehung und Therapie angestrebt. Folgende Stichworte beschreiben die Inhalte unserer pädagogischen Arbeit:
- Achtung der Würde jedes jungen Menschen
- liebevolle, konsequente Grundhaltung
- Einbezug der Stärken des Kindes in die pädagogische Arbeit
- Gestaltung der Gruppenatmosphäre und des Wohnumfeldes gemeinsam mit dem Kind
- religionspädagogische Angebote und Auseinandersetzungen mit Wert- und Glaubensfragen
- erlebnisorientierte Freizeitgestaltung
- Schaffung von Voraussetzungen für eine körperlich gesunde Entwicklung.
Nähere Auskünfte erteilen:
Herr Michael Fickinger (Abteilungsleiter)
fon 06304 911-152
mobil 0178 9300658
Frau Ulrike Gauch (Bereichsleiterin)
fon 06363 1206
mobil 0160 8812553
ulrike.gauch@jugenddorf-wolfstein.de





